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Licht und Schatten, Schein und Wirklichkeit ‒ Sonnenberg, Chemnitz, der kleine Platz Zietenstraße Ecke Jakobstraße.
Oben der Himmel, unten Bänke, freie Sicht und versteckendes Grün.
Wir installieren einen eindrucksvollen Kronleuchter schwebend über der Mitte des Platzes. Der Eigriff ist
marginal, der Platz bleibt räumlich unverändert. Wir vermehren lediglich sein Inventar ‒ und übergeben an die
Wahrnehmung des Betrachtenden. Obwohl unsere Veränderung den Platz nur punktuell betrifft, verschiebt
sich seine Mitte in Ausdruck und Erscheinung. Wir wollen unsere Installation weder als Auf- noch als Abwertung
des Raumes und seiner Befindlichkeiten verstanden wissen, eher als ein für sich stehendes schönes
Bild. Nebeneffekte sind erwünscht aber nicht vorhersehbar. Der Kronleuchter soll leuchten aber in dieser
Funktion nicht dogmatisch sein: Er lässt sich über einen Lichtschalter an- und ausschalten.
Es hängt ein Kronleuchter und unter ihm: kein Parkett.
Ein Kronleuchter ist keine Leselampe. Was ist er dann?
Fragt man ihn, wertet er.
Da ist es doch das Beste, man schaut ihm zu, wie er sich selbst feiert und seine Umgebung beschenkt.